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"Zeig' ihm, wer das Sagen hat!"


Nicht nur in der Hunde- und Pferdewelt, auch in der Ziegenhaltung und besonders unter Hobbyhaltern, für die Ziegen mehr als Fleisch- und Milchlieferanten sind, findet sich diese Äusserung immer wieder.

Und eigentlich ist das schade! Als Hobbyhalter suchen wir den Kontakt zur Ziege selbst, nicht den Nutzen, der uns Milch oder Fleisch liefern würde.


Warum ist das schade?


Weil auch Ziegenhalter der Dominanztheorie weiterhin "aufsitzen", die seit Jahrzehnten fast unreflektiert in allen Bereichen des Tiertrainings und der Hobbytierhaltung wiederholt und weiter gegeben wird.


Angeregt durch einen podcast von Equiosity.com, habe ich mich heute mal dran gesetzt, ein bisschen mit der Dominanztheorie in der Ziegenhaltung aufzuräumen.
Und ja, auch ich bin jahrelang diesem "zeig' ihm, wer das Sagen hat!" und "das kannst Du nicht durchgehen lassen!" gefolgt - ich wusste es nicht anders bzw. besser.

Weiterlesen: Wer hat die Hosen an?

Studien zur Integration neuer Ziegen und zeitweiser Trennung von der Herde

Wir haben in den Anfangsjahren oft neue Ziegen in die bestehende Herde integriert - wir waren auf der Suche nach "der" Packziege. Die haben wir zwar nicht gefunden, aber dafür viele interessante Ziegenpersönlichkeiten kennenlernen dürfen und auch einiges beobachten können, was bei Integrationen so vor sich geht.

Interessanterweise beschäftigen sich auch Verhaltensforscher mehr und mehr mit Ziegen und so wurde in 2013 die folgende Studie zu körperlichen und emotionalen Reaktionen von Ziegen während der Integration in eine bestehende Herde veröffentlicht.

Behavioural and physiological reactions of goats confronted with an unfamiliar group either when alone or with two peers

Weiterlesen: Integration neuer Ziegen/Trennung von der Herde - Studien

  • Wann ist es „Zeit“ für eine alte Ziege, sie gehen zu lassen?

Vor einigen Wochen erhielt ich einen Anruf von einer Frau, die sich recht verzweifelt fragte, ob für eine alte Ziege mit gesundheitlichen Problemen die Zeit gekommen wäre, diese gehen zu lassen.

Abgesehen von dramatischen, akuten Entwicklungen, die ganz klar erkennen lassen, dass hier keine andere Hilfe mehr geleistet werden kann, ausser der Ziege einen qualvollen Tod zu ersparen, ist diese Entscheidung, wenn man alte Ziegen besitzt, selten einfach.

Weiterlesen: Wann ist es Zeit?

Wann ist eine Ziege alt genug...

- um Lasten zu tragen?

- um eine Kutsche zu ziehen?

Gleich mal vorab, dies wird ein Beitrag werden, an dem sich die Geister scheiden (und ich stehe hier ein bisschen auf einer Kiste und predige wink ).

Viele Altersangaben im Umgang mit Nutztieren stammen entweder aus früheren Zeiten oder werden unter dem Gesichtspunkt möglichst früher Nutzung zur Kostenoptimierung gemacht.

Und, wie so oft, gibt es für die Nutzung von Ziegen (ausserhalb von Milch- und/oder Fleischproduktion) nur wenige wissenschaftlich fundierten Belege.

Ich bekam und bekomme immer wieder Anfragen von Einsteigern in die Arbeitsziegenwelt, wie man die eigene Ziege denn am  besten an "x" gewöhnen könne. Meistens geht es um's Satteln, Lasten tragen oder eine Kutsche oder Karren ziehen. Meist in Verbindung mit der Nennung des jetzigen Alters der Ziege, das leider in sehr vielen Fällen ein sehr junges Alter ist.

Es ist nicht selten, dass bereits für halbjährige oder einjährige Ziegen hiernach gefragt wird.

Meine Standardantwort hierauf ist immer: "Die Ziege ist noch zu jung dafür"

Weiterlesen: Alt genug?

  • Wie „sichere“ ich eine Ziege?

    Halsbänder sind im täglichen Umgang bequem, aber auch eine Gefahr für Leib und Leben, wenn falsch eingesetzt.

    - zu weit verschnallt: je mehr „Luft“ zwischen Hals und Halsband ist, umso höher das Risiko für Hängenbleiben und Verletzungen. Ich sehe immer wieder auf Fotos „bequem“ eingestellte Halsbänder, die lose ganz unten am Hals der Ziege liegen. Bequem mögen sie sein, aber das Risiko, dass die Ziege beim Kratzen mit einem Hinterbein; beim Klettern in einen Baum oder eine Hecke an einem Astvorsprung hängen bleibt oder beim Rangkampf mit einem gehörnten Partner der Partner sich mit den Hörnern im Halsband verfängt, ist bei dieser auf den ersten Blick so angenehmen Weite das höchstmögliche.

Weiterlesen: Halsband oder Halfter

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